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Husumer Nachrichten vom 2. März 2011 Hochburg für "Platt" Der Ahrenshöfter Henning Thomsen strahlt. Seine Mühe hatt sich gelohnt.Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr hatte er erneut die Sänger des Shantychors "De Fideelen Norstrander" mit dem musikalischen Leiter Rolf Apelles zu einem plattdeutschen Abend in den "Dörpskrog" ein geladen. Wieder war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Das zeige, so Thomsen, das die Menschen in der Region Bedarf an solchen Heimatabenden hätten. Genau deshalb und weil er die "Shanty- Männer" schon seit Jahren kenne und selbst für die Musik schwärme, habe er das erneut eingefädelt. Unter dem Motto "De Fideelen singen und Peter Heinrich läst" war auch der Schriftsteller und Chronist Peter Heinrich Clausen mit von der Partie. So hatte der die Lacher mit seinen aus dem Leben gegriffenen Anektoden auf seiner Seite. "Ick heff keen eene afschreven,"stellte er aus aktueller Sicht klar. Ohne eine Mienen zu verziehen, trug er die Geschichten meist in Versform und natürlich auf platt vor.Der Chorleiter hatte einige seiner in die niederdeutsche Sprache übersetzten Lieder in das Programm auf genommen. Die beliebten Shantis und Volksweisen fehlten nicht. Die Moderation lag in den Händen von Hans Klein. Schon das erste Lied "Ob warm de Sünn" animierte zum mit schunkeln. Kein Wunder, dass das Stimmungsbarometer in die Höhe schnellte. Der berühmte Funke war rasch entfacht. Spontan sangen viele mit, als Burckhard Dorwald mit esiner sonoren Bass- Stimme vom "Hamburger Veermaster" sang. Spaß hatte der Dirigent, als er einen großen gemischten Chor dirigieren durfte. Das Publikum stimmte kräftig in "De Gedanken sind frie" oder "Dat Du min Leevsten büst" ein. Die vier Musiker Peter Kallweit (Akordeon) Helmut Hähnel (Gitarre); Reinhol Apeeles (Gitarre) und Heinz Voigt (Bass) sorgten nicht nur für den unverwechelbaren Sound und einfühlsame Begleitung, sondern gaben - unterstützt vom Chorleiter-mit Bravour ihr Debüt nicht nu r instrumental, sondern mit ihrer Stimme. Bürgermeister Manfred Peters sagte:"Ich bin sprachlos" und stellte fest, dass das für ihn wohl schönste Dorf Noedfrieslands erneut zur Hochburg der plattdeutschen Sprache geworden sei. rah. |